Mittwoch, 11. November 2015

ein wenig herbstgrau

...möchte ich heute verbreiten, obwohl es den ganzen Tag draußen so wunderbar sonnig gewesen ist und die letzten gelben Blätter nochmal richtig leuchten durften. Und diese Temperaturen gerade... ist doch echt verrückt, nicht wahr?!




Doch mir ist heute ein bissel melancholisch zumute. Was passt da besser als Herbstgrau. Die ruhige Stimmung der Bilder gefällt mir sehr. Da ist nichts Lautes, Buntes... nichts, was die Aufmerksamkeit besonders auf sich zieht. Und gerade das ist so besonders.





Wie gerne hätte ich heute mit meinem Paps seinen 80. Geburtstag gefeiert. Stattdessen habe ich am frühen Morgen ein Blumengesteck an sein Grab gebracht. Es ist noch immer so unwirklich und - was noch viel erschreckender ist - irgendwie doch schon so weit weg.




Die Gefühle müssen sich noch immer ordnen. Vielleicht gelingt mir das in dieser eher ruhigen Jahreszeit nun besser. Obwohl ich den November nie gemocht habe, bin ich plötzlich dankbar für das ruhige Grau und die frühe Dunkelheit.




Etwas verändert sich in mir, aber ich kann es noch nicht richtig einsortieren und beschreiben. Vielleicht werde ich auch nur plötzlich... alt. Oder erwachsen. Warten wir es also ab und genießen derweil die stillen Tage. 


Kommentare:

  1. Oh, dein Vater hätte heute seinen 80. Geburtstag gehabt... das ist natürlich ein trauriger Tag, ich kenne diese Gedanken... und sie begleiten einen auch lange.
    Ich selbst finde den November auch gar nicht mehr so schlimm, ich finde, dass auch diese Zeit etwas für sich hat. Wie du schon sagst, so grau und ruhig...
    Ich wünsch dir alles Liebe und Gute!
    LG von Ann

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    1. Vielen Dank für Deine lieben Worte, liebste Ann.

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  2. Liebe Jutta,

    sich neu sortieren, umdenken, verändern - das sind wohl die stetigen Begleiter unseres Lebens. Tod ist ein ganz tiefer Einschnitt und es braucht Zeit. Ich bin irgendwie durch die Trauerphase mit meinem Papa durch - jetzt kommen öfters so Alltagserinnerungen, wo ich ihn so nah da habe. Das ist schön und sehr heilsam.

    November ist der Monat - finde ich - wo diese Grenze zwischen den Welten durchlässiger ist. Vielleicht auch durch die Ruhe und des Rückzugs in der Natur. So sehr ich die Sonnentag liebe, so freue ich mich über einen Nebeltag, wie heute einer ist.

    Wir werden nicht alt, wir verändern uns einfach nur:)

    Liebe Grüße
    Veronika

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    1. Ganz, ganz lieben Dank für Deine Zeilen, liebste Veronika. Manchmal denke ich auch, ich hätte die Trauerphase bereits abgeschlossen... aber dann wieder kommen Dinge hoch... da tut es doch arg weh. Ich muss mir wohl noch Zeit geben.

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  3. Liebe Jutta,
    ich wünsche dir für diesesn Tag ganz viel Kraft......
    Das neu sortieren gehört irgenwie dazu.......
    Ganz liebe Grüße & fühl dich gedrückt
    Jen

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  4. Ja, irgendwie werden wir alle erwachsen - das klingt auf jeden Fall schöner als alt....
    Eltern(teile) zu verlieren ist eine besondere Situation und jeder findet seinen ganz eigenen Umgang damit. Ich war nie wieder auf dem Friedhof, weil ich meinen Vater mit diesem Ort einfach nicht verbinde.....
    Den November mag ich nicht so gerne, aber nun hab ich viel zu tun, dass er nur so verfliegt.....
    Liebe Grüße

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    1. Der November ist bald durch und ein wenig Vorfreude auf die Adventszeit blitzt schon auf... das ist gut so ;-) gglg

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  5. Liebe Jutta,
    ich habe ja mit keiner Jahreszeit ein Problem, aber an einem persönlichen Trauertag zieht man einen ruhigen grauen Novembertag einem lauten gellen Sommertag doch vor. Ich weiß genau wie es Dir geht - mein
    Papa ist Ende August verstorben.
    Liebe Grüße,
    Ingrid

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    1. Liebste Ingrid, ich wünsche Dir weiterhin ganz viel Kraft und Zuversicht. Ich lieben Dank für Deine Zeilen.

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  6. Liebe Jutta,
    ich kann dir so gut nachfühlen. Gefühle ordnen, sich verändern....
    Ich habe ein Jahr gebraucht... und erst jetzt haben die Gefühle sich beruhigt. Ein Jahr, wie lange schon....
    Ich sende dir ganz liebe Grüße. Alles braucht seine Zeit.
    Birthe

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    1. Ganz lieben Dank für Deine Worte, liebe Birthe.

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  7. Ich habe fünf Jahre lang geträumt, er wäre gar nicht tot und wir hätten uns geirrt...
    Tolle Fotos!!!
    Ich glaube, ich bleibe.
    Annette

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    1. Genau so, wie ein riesen Irrtum, kommt es mir oft noch vor... seufz. Danke, liebe Annette - freue mich sehr, dass Du da bist!

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