Freitag, 11. Mai 2012

Welcome to Augsburg {3}

Hallöle... Nachdem mein so liebevoll vorbereiteter Post vorgestern endlich bereit für die Öffentlichkeit war, gab es den

SUPER-GAU!

Denn nach dem Veröffentlichen enthielt mein Post plötzlich NICHTS mehr! Keinen Text, keine Bilder... nada... alles weg! Nur die Überschrift war noch da. Au weia, das war ziemlich frustrierend {schnief} Aber... ich habe mich aufgerafft, alles nochmal zusammengetragen und hier isser jetzt, der 3. und letzte Teil meines Kurztrips nach Augsburg.

Mit dem Wetter hatten wir ja richtig Glück gehabt. Deshalb wollten wir auch nicht direkt nach Hause düsen, sondern uns noch bissel was anschauen und ~ na klar ~ möglichst noch einen schönen Biergarten auftun.

Aber... so ganz ohne Meer geht es bei mir halt doch nicht, auch wenn ich im Süden der Republik unterwegs bin {hihi} Und so habe ich mich total über diese maritimen Untersetzer gefreut, die ich beim Stöbern in einem Lädchen in der Innenstadt entdeckt habe. Sind die nicht absolut klasse?!





Bevor wir nun also Augsburg endgültig den Rücken kehrten, haben wir die Fuggerei besichtigt. Im Jahr 1521 von Jakob Fugger für bedürftige Augsburger gestiftet, ist sie die älteste Sozialsiedlung der Welt. Mit eigener Kirche, den Stadttoren und einer Stadtmauer ist die Siedlung wie eine Stadt in der Stadt. Seinerzeit gab es mit dem Maurermeister Franz Mozart sogar einen prominenten Bewohner, denn er war der Urgroßvater des Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart.




Von einer netten Bierkartenbekanntschaft haben wir erfahren, dass die Jahreskaltmiete für eine der ca. 60 qm großen Wohnungen knapp 90 Cent {!} beträgt. Ebenfalls zur Miete gehören außerdem täglich 3 Gebete für die Stifterfamilie. Obwohl die Siedlung auch Studenten und jungen Familien offen steht, beträgt das heutige Durchschnittsalter 71 Jahre.






Auch die Schauwohnung haben wir uns angesehen. Jede Wohnung hat übrigens ihren eigenen Hauseingang. So fühlten sich bereits die damaligen Bewohner trotz ihrer Armut wie im eigenen Heim und die Bedürftigkeit war von außen nicht sichtbar. Die Zimmer wirken klein und sind spartanisch eingerichtet. Das dazugehörige Gärtchen ist aber nett angelegt und ein schöner Außensitz.




Besonders originell fand ich die alten Klingelzüge an den Häusern, von denen jeder ein wenig anders gestaltet ist. ...und das hatte ebenfalls einen guten Grund. So konnten die Bewohner nämlich bei Dunkelheit in den unbeleuchteten Gassen den richtigen Eingang ertasten. Das muss heute natürlich niemand mehr, denn die Straßen der Fuggerei erhellt nachts die letzte Gasbeleuchtung Augsburgs.




Im Weltkriegsbunker informiert eine interessante Ausstellung mit zahlreichen Zeitdokumenten u.a. über den Wiederaufbau der Fuggerei und der Stadt Augsburg nach den Kriegsjahren. Trotzdem... ich fand die Atmosphäre zwischen all dem Beton ziemlich bedrückend und war froh, als wir wieder raus in die Sonne kamen.





Auf der Heimfahrt haben wir dann tatsächlich noch einen schönen großen Biergarten entdeckt {yuppidiiiidu} Der Obatzter auf frischem Bauernbrot war ein echter Genuss, ebenso die erfrischend kühle Saftschorle.





So eine kleine Auszeit vom Alltag ist doch immer wieder fein, besonders wenn alles so gut passt wie auf unserem Trip. Vielleicht habt Ihr ja jetzt sogar auch ein wenig Lust bekommen, Augsburg und seine schöne Umgebung zu entdecken... wie wär's?!

Liebe Grüße

Kommentare:

  1. Liebe Jutta,
    die Leuchtturm-Untersetzer sind wirklich total klasse! Interessant die Geschichte mit der Fuggerei. Die Gärten sind ja hübsch angelegt. Augsburg ist mir leider zu weit weg, da komm ich so schnell nicht hin ;-)
    Liebe Grüße
    Kilchen

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  2. Liebe Jutta,
    herzlichen Dank, da habe ich heute wieder eine Menge gelernt, ein klasse post, herzlichen Dank!Die Untersetzer haben wohl auf dich gewartet, sie sind superschön und passen einfach perfekt zu dir ;o)!Und ja, du hattest recht mit der Karte, ich amüsiere mich heute prächtig bei den Kommentaren, man merkt genau, wer tatsächlich aufmerksam liest ;o)!Einen gemütlichen Abend und viele, liebe Grüße,Petra

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  3. Liebe Jutta,

    danke für Deine Impressionen von Augsburg, es ist fast so, als wäre ich dort gewesen....

    Alles Liebe


    Amalie

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